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Natur ...

lieben wir alle. Sogar unsere Ruderbänke sind grösstenteils begrünt und die Vereine und Verbände, die sich schützend vor die Natur stellen, zählen mehr Mitglieder, als der Kinderschutzbund. Wir müssen also die Natur sehr lieben.

Doch damit wird es bald vorbei sein, zumindest wenn man der Öko-Agitprop glauben schenkt, die nicht müde wird, eine von Menschenhand verursachte Endzeitkatastrophe an die Wand zu malen. Ozon, CeOhZwei, Methan - wir Menschen sind die Sünder und schaffen uns durch den Treibhauseffekt die Hölle auf Erden. Dabei ist es gerade mal 40 Jahre her, dass der Begriff »Treibhauseffekt« das Licht der Welt erblickte - in einer CIA-Studie. Ein »worst case scenario« sollte alle Faktoren, die den Fortbestand der USA gefährden könnten, aufzeigen. Die Studie kam zum dem Ergebnis, dass lediglich ein »hypothetisch postulierter« Treibhauseffekt eine ernste Gefahr darstellen würde.
Für wie wahrscheinlich die Gefahr gehalten wird, ist am Verhalten der USA bei den Klimakonferenzen abzulesen.

Weshalb also dieser missionarische Eifer?
Öko ist eine Ideologie.
Im 5. Jahrhundert führte der heilige Patrick von Irland das Dogma des Fegefeuers in die christliche Theologie ein und hatte Erfolg mit seinen Bekehrungen. Die Furcht machte es möglich.
Ähnlich wird heute mit dem Treibhauseffekt verfahren. Ob kalter Winter, milder Winter, Trockenheit, Dauerregen, Hurrican oder Tsunami, alles Folgen des Treibhauseffekts. Klimamodelle werden als Beweis angeführt und in den Medien kolportiert, obwohl wir weder das Wissen, noch die Kapazitäten haben diesen Planeten zu berechnen. Da werden aus 0,5 Grad mal eben 5 Grad, weil in der Computersimulation das Komma falsch programmiert wurde. Trotzdem geistern die 5 Grad weiterhin durch die Medien.
Die Luftverschmutzung begünstigt den Treibhauseffekt, weil die Wärme nicht in den Weltraum entweichen kann. Also wurde die Luft gereinigt. In Science Bd. 308 S. 847 kann nachgelesen werden, dass die Luft nun sauberer ist - und den Treibhauseffekt verstärkt, weil die Sonne jetzt freie Bahn hat. Aha!
Bei Wikipedia steht, dass eine »klare Mehrheit der Wissenschaftler« die Hypothese vom Treibhauseffekt stützt. Daraus darf geschlossen werden, dass es eine (unklare) Minderheit gibt. Allerdings fällt auf, dass unter den (klaren) Bekennern wenig Naturwissenschaftler sind, denn wer der Hypothese skeptisch gegenüber steht, wie z.B. der Däne Lomborg, endet schnell - wie Giordano Bruno - auf einem (medialen) Scheiterhaufen. Wissenschaftler sind auch Brotesser und das will verdient werden. Öko-Skeptiker haben wenig Chancen. Nicht unbeträchtliche Beträge stellt die öffentlich Hand (also wir) für die Klimaforschung bereit, Grund genug, jeden Zweifler aussen vor zu lassen.
So wird aus einer Hypothese ein Axiom.

Öko ist auch ein Geschäft. Es geht - wie immer - um Geld. Viel Geld.
Unbestritten wurden auch Arbeitsplätze geschaffen - Minister, Staatssekretäre, Beamte, Vereinsvorstände und natürlich einige Ruderer.
Die Stromindustrie freut sich, denn Öko bedeutet zusätzliche Einnahmen ohne zusätzlichen Kosten, schliesslich muss sie für CeOhZwei-Zertifikate keinen Cent ausgeben, lässt sich aber den fiktiven Wert als Kosten vom Stromkunden bezahlen. Wer da an Johann Tetzels Ablassbriefe denkt, liegt gar nicht verkehrt.
Das Duale System kassiert jährlich über 2 Mrd EUR vom Verbraucher. Zu Zeiten der DM wurde pro Tonne 3.000,- DM abgerechnet und 300,- DM für die Verbrennung bezahlt. Bruttoüberschuss 2.700,- DM. Öko lohnt sich.
Nun könnte man mit den Schultern zucken und sagen: »that's life«, aber dieses Geld könnte sinnvoller und sozialer eingesetzt werden, mehr zum Wohle der Allgemeinheit, statt zum Wohle einer Minderheit.

Aber benötigt die Natur unseren Schutz?
Über 90% der Biomasse1 unseres Planeten sind - Mikroben. Bei wohlwollender Betrachtungsweise dürfen wir unterstellen, dass die Spezies »Mensch« von den restlichen 10% etwa einen Prozentpunkt ausmachen. Eins zu Neunundneunzig. David gegen Goliath.
Ist es da nicht sehr vermessen zu glauben, wir hätten die Macht die Natur zu zerstören?
Im Grunde sind wir doch nur ein äusserst anfälliger Zellhaufen, sozusagen eine Staatsqualle auf komplexerem Niveau.
Die für die »Brutpflege« unserer Nachkommen aufzuwendende Zeit, übertrifft die aller anderen Lebewesen um ein Vielfaches. Ohne Impfungen oder ärztliche Betreuung im allgemeinen, würden die meisten von uns nicht das heiratsfähige Alter erreichen. Von unseren ethischen und moralischen »Qualitäten« gar nicht zu reden.
Woher kommt die Arroganz?

Vielleicht sollten wir lernen, dass sich dieser Planet sehr gut selbst schützen kann und unsere geistigen und finanziellen Ressourcen sinnvoller einsetzen.

1Aus der Dokumentation »Die Erde - Einsam im All?« von Christian Friedl
30.6.06 01:46


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Die Lohntüte ...

ist ein Relikt aus alten Zeiten. Freitags nach Schichtende stand man vor dem Lohnbüro in der Schlange, nannte, wenn man an der Reihe war, seinen Namen, quittierte den vorgezählten Betrag und ging - in die Kneipe. Banken kannte man allenfalls aus dem Park.
Irgendwann in den 60ern verständigten sich Arbeitgeber, Gewerkschaften und die Banken, auf die Einführung des »Gehaltskontos«, wobei die Gewerkschaften darauf bestanden, dass mit dem Konto keine Kosten für die Arbeitnehmer verbunden sind.
Welche Bestand diese Zusage hat, kann jeder heute an seinem Kontoauszug überprüfen.

Quasi von heut auf morgen stand den Banken ein fast unerschöpfliches Kapital zur Verfügung. Zwischen Überweisung und Gutschrift verging oft eine ganze Woche. Zeit, das Geld rotieren zu lassen.
Doch Nachahmer seien gewarnt - es lohnt sich so gut wie gar nicht. Nur 6,4 Mrd. Überschuss für Onkel Josef! Damit kommt man nicht weit und beschämend ist es ausserdem. Immerhin sind 20 Banken unter den 100 werthaltigsten Unternehmen der Welt (Stand 31.3.2006) und repräsentieren die Kleinigkeit von 2.219.324,60 Mrd US-$. Nur Onkel Josef gehört nicht dazu und das muss sich ändern. Selbst wir einfachen Ruderer können nachvollziehen wie demütigend es ist, beim Golf kübelweise mit Häme überschüttet zu werden.
6.000 Ruderbänke werden also demontiert. Ein Glück, dass der Überschuss nicht 20 Mrd betrug. Dann wäre es wohl 20.000 Ruderbänke gewesen. Alles natürlich sozialverträglich.

Für die, die bleiben dürfen, wird als nächstes der Neid-Faktor eliminiert. Die Gehälter werden durch weg auf 1.200,- EUR angeglichen - nach unten. Dem Mobbing wird damit genauso die Grundlage entzogen, wie dem Frust, beim scheuen Blick auf den Gehaltsnachweis des Kollegen.

Die Beraterbank in Berlin soll sich diesem Geschäftsmodell gegenüber sehr aufgeschlossen gezeigt haben. Von den 600 Arbeitsplätzen fallen demnächst 500 weg, später noch einmal 40. Mit Einheitsgehalt.
Eigentümerin ist übrigens die Allianz und die steht auf Platz 85 - vor Onkel Josef!
24.6.06 15:47


Verkleinerung ...

ist angesagt. Die Eigner um Onkel Josef haben der Arche rund 1.600 Milliarden EUR geliehen und wollen nun ihr Geld zurück. Da wir soviel Geld nicht haben, werden die Sicherheiten verwertet. Ein ganz normaler Vorgang, den viele Häusle-Bauer schon hinter sich haben.
Bei der Entscheidung darüber, was verwertet bzw. verkauft wird, ist die Wahl auf Bayern gefallen. Wir werden uns (leider, leider) von unserem Heck trennen müssen, aber trotzdem nicht untergehen.
Dafür fliessen in unsere Kassen 70 Milliarden qm á 20,- EUR = 1.400 Milliarden EUR! Na ja, fast in unsere Kassen. Zumindest vermindern sich die Schulden.
Es hat aber nichts mit der Herkunft von Onkel Josef zu tun, dass die Schweiz der Käufer ist. Wirklich nicht. Und unter Wert wurde auch nichts verkauft. Ehrlich. Der Immobilienmarkt gibt zur Zeit einfach nichts her. Banken tun immer ihr bestes.
Wer hat da eben »Für sich!« gerufen?
Sollte es der Arche einmal besser gehen, besteht die Option, das Heck zurück zu kaufen - für 40,- EUR pro qm. Ein kleiner Gewinn muss schließlich sein.
Leider wird, wie bei vielen Verkäufen, das Personal nicht übernommen. Darum heissen wir, auf der nunmehr verkleinerten Arche, 12 Millionen Bayern herzlich willkommen.

Andererseits, falls uns unser Heck lieb und teuer sein sollte, könnten wir die Schulden aus eigener Tasche bezahlen, immerhin verfügen 72 Millionen von uns - rein statistisch gesehen - über 28.000,- EUR pro Kopf. Dann bräuchten die anderen 8 Millionen ihre - rein statistisch gesehen - 250.000,- EUR pro Kopf nicht anzureissen. Wir werden doch das Sonnendeck nicht an den Bettelstab bringen.

Von unseren Käptn's dürfen wir übrigens keine Hilfe erwarten. Die feiern in der Offiziersmesse gerade eine neue Reform.
11.6.06 04:09


Brot und Spiele ...

sorgen in diesen Tagen auf unserer Arche für Ablenkung. Die Ruder-Kaste darf es etwas ruhiger angehen lassen und bekommt die eine oder andere Erleichterung. Einige haben Karten für das Oberdeck, dass extra für dieses Ereignis gehübscht wurde, schließlich legen jeden Tag Barken aus aller Welt an. Unsere Käptn's tragen ihre Ausgehuniformen und zeigen sich bei den Gladiatoren, um etwas von ihrem Glanz auf selbige zu übertragen.
Oder ist es umgekehrt?
Die Ruderbänke wurden auch modernisiert - wir haben jetzt Videokameras. Die übertragen sogar bis nach Amerika, denn da gibt es Spezialisten, die aus dieser Entfernung erkennen können, ob einer von uns schläft. Wehe, sie erwischen einen! Ab ins Flugzeug und runter von der Arche.

Aber im Ernst - mit uns Ruderern ist nicht zu spassen. Wir sind jederzeit bereit, unsere Ketten zu zerreissen und die Arche zum Kentern zu bringen. Meinen jedenfalls unsere Käptn's und haben schon mal zusätzlich 7.000 Soldaten in Bereitschaft versetzt. Für Afghanistan, als anerkanntem Krisenherd, reichen 2.800.
In Wahrheit wollen wir nichts weiter, als unsere Ruhe - Ruhe vor Bevormundungen, Besserwisserei, vor unnützen Reformen und Generalverdächtigungen. Wenn wir nicht vorwärtskommen, liegt das nicht an uns, sondern am Kurs. Im Kreis zu fahren hat noch nie zu neuen Ufern geführt.
8.6.06 22:31


Chips für alle ...

nein, nicht die aus Kartoffelmehl gepressten - sondern RFID-Chips. Was sollen diese Halbheiten mit biometrischen Pässen, Ausweisen und Gesundheitskarten. Ein Chip - bei der Geburt gleich implementiert - und aus die Maus. Wer noch keinen hat, muss sich anstellen, sonst kommt er nirgendwo mehr rein. Ausser in die Zelle vielleicht. Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Andererseits wird das ein herrliches Leben:
Ich brauche mir keine Geheimzahl für den Geldautomaten zu merken,
meine Wohnungstür würde sich, wie von Geisterhand, öffnen,
bei ALDI werde ich an der Kasse mit Namen angesprochen und mein Kassenbon würde diskret darauf hinweisen, dass ich schon lange keinen Kräutertee mehr gekauft habe,
im KaDeWe werden anhand meines Kontostandes alle Preise abgedunkelt, die mein Budget sprengen,
ein Rütteln würde mich über hormonellen Aktivitäten meiner Ehefrau informieren und auf die Unausweichlichkeit des Beischlafs vorbereiten,
milde Stromschläge würden mich daran erinnern, die gesponsorte Sendung im Fernsehen nicht zu verpassen,
mein Auto und die Polizei wären nach einem Kneipenbesuch bestens über meine Promille im Bilde
und wenn ich mal etwas verlieren sollte, kann ich im Fundbüro mein Bewegungsprofil der letzten 24 Monate problemlos abrufen.
Wunderbar!

Für die Wirtschaft bedeutet dies Aufschwung, denn 450 Millionen EU-Bürger »einzukleiden« ist keine Kleinigkeit. Vollbeschäftigung wird es wohl trotzdem nicht geben. Vielleicht in Asien, wo die Chips produziert werden. Wäre ja auch schon ein positives Ergebnis. Den Shareholders ist es sowieso egal, wo ihr Value herkommt.
7.6.06 13:52


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